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Börse Aktuell 14.10.2011
Liebe Leserinnen und Leser,

Wow – welch eine Dynamik, welch ein Auftrieb. Der DAX völlig losgelöst – nahezu im Auftriebswahn. Seit dem Tag der Deutschen Einheit hat der DAX eine Rallye hingelegt, die sich sehen lassen kann – rund 18% in 10 Tagen bis gestern. Doch die wenigsten Anleger dürften dabei gewesen sein. Kein Problem - Pessimismus war gestern; Euphorie ist angesagt. Schon wurden wieder Kursziele von bis zu 6.800 Punkten in den nächsten Wochen in diversen Publikationen genannt. Und unter Profis gilt sowieso der Grundsatz, die ersten 10 % einer Rallye muss man nicht mitnehmen – wenn man nur einen „sicheren“ Trend erkennen kann.

Nun, ich stelle mir die Frage, ob die schönste aller Börsenwelten - steigende Kurse - von längerer Dauer sein wird. Es darf zumindest - wie ich finde - bezweifelt werden. Denn die Kurszuwächse an den Börsen wurden von nicht besonders hohen Umsätzen getragen. Oft ein Zeichen dafür, dass es sich um eine Bärenmarktrallye handelt – also um einen kurzfristigen Kursanstieg in einem grundsätzlichen fallenden Markt. Ehrlich gesagt kann ich bei nüchterner Betrachtung auch noch keine wirklichen Lösungen für all die Problemen in Europa und Amerika sehen – zumindest keine, die mich in Euphorie verfallen lassen. Es kann also durchaus sein, dass wir die Tiefstände der jüngeren Vergangenheit nochmals sehen werden. Wer also nicht bei der aktuellen Rallye dabei war, der sollte es sich sehr genau überlegen, ob er den aktuellen Kursen - entgegen der These der Profis – hinterherlaufen möchte. Wie drückte es Andrè Kostolany einmal so treffend aus: „Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit“.

Andererseits sollte man aber ganz langsam einen Plan für seine weiteren Investments entwickeln. Sollte der Markt tatsächlich nachhaltig drehen, dann könnte es zu spät sein um über Chancen und Risiken an den Märkten nachzudenken; dann muss im wahrsten Sinne des Wortes gehandelt werden.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr Kay Homann

Börsen Hamburg und Hannover

VIP-Platz an der Rennbahn

Warum Politik die Krise verstärkt – und warum die Lohn- und Einkommenssteuer abgeschafft werden muss

Veranstaltung: "Im Osten geht die Sonne auf"

Harte Landung

Hoher Umsatz im DWS Deutschland

VIP-Platz an der Rennbahn

Heute möchte ich einen langjährigen Mitarbeiter von uns vorstellen, den kaum ein Privatanleger kennt. Einen aus dem Team, der nie krank wird, still in der Ecke sitzt und uns zuverlässig mit Aktiencharts, Statistiken und Unternehmensdaten versorgt: unser Bloomberg-Terminal.

Eigentlich sieht unser maschineller Mitarbeiter völlig harmlos aus, wie ein stinknormaler Computer, nur dass manche Tasten bunt sind. Aber er hat noch etwas anderes auf dem Kasten: Er ist unser direkter Draht in die Finanzzentren der Welt, sozusagen der VIP-Platz an der Rennbahn der Kapitalmärkte. Im Sekundentakt rattern Nachrichten in 95 Sprachen über den Bildschirm. Fällt in China ein Sack Reis um – wir wissen es eine Millisekunde später. Wie Sie sich denken können, kostet so ein Jahresticket für die „Rennbahn“ eine ordentliche Stange Geld. Aber dafür wird ordentlich was geboten; über 300.000 Analysten, Journalisten und Finanzjongleure aus 160 Ländern nutzen den berühmten Nachrichtendienst aus New York.

So eine Maschine, die pausenlos Meldungen ausspuckt, ist zwar faszinierend, aber sie hat auch einen Haken: Die Flut an Informationen verbessert leider nicht automatisch die Aktienperformance. Wer nur noch damit beschäftigt ist, pausenlos Nachrichten zu verarbeiten, der hat keine Zeit mehr, vernünftig nachzudenken und über den Tellerrand seiner Aktienanlage zu blicken.

Zahlreiche Studien haben festgestellt: Ein Mehr an Information ist für die meisten Anleger nicht nur nutzlos, sondern sogar schlecht. Je mehr Infos ein Investor sammelt, desto häufiger kauft und verkauft er – das verursacht mehr Gebühren und mehr Entscheidungsfehler. Man könnte fast sagen: Je weniger man weiß, desto besser.

Meine Meinung: Mit Fonds oder Aktien von soliden Unternehmen im Depot sollte man in turbulenten Zeiten sein Bloomberg-Terminal einfach abschalten. Denn Stillhalten und Aussitzen ist in Krisenzeiten meist die bessere Variante, als schnell und unüberlegt auf die Nachrichtenlage zu reagieren. Sie wissen ja: Hin und her macht Taschen leer.

In diesem Sinne
Ihr

Joachim Brandmaier

 

 

Joachim Brandmaier

Fondsmanager des Stuttgarter-Aktien-Fonds

www.stuttgarter-aktien-fonds.de

 

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Warum Politik die Krise verstärkt – und warum die Lohn- und Einkommenssteuer abgeschafft werden muss

Sicherlich fragen Sie sich auch, was wird aus meinem Geld, wie lege ich es an und wie wird die griechische Krise gelöst. Die Fragestellung ist verständlich und doch sehr schwierig.

Dass solche Krisen wie in Griechenland entstehen, verdanken wir auch der Politik. Die heutige Politikergeneration ist mehr auf den eigenen Machterhalt fixiert als auf langfristige Stabilität und das Wohlergehen ihres Volkes.

Wie immer möchte ich dies an einigen Beispielen festmachen. Ein Politiker, der ganz offen fordert, dass nur der genügend Geld verdienen darf, der auch bereit ist, Leistung zu bringen, wird sehr schnell an den Pranger gestellt. Also wird ein Politiker, der an der Macht bleiben will, diese Forderung nicht stellen. Lieber zehn Wähler gewinnen, die nach dem modernen Robin-Hood-System (nehmt es den Leistungsträgern und verteilt es an die, die auf Staatshilfe bauen) regiert werden wollen, als einen Wähler, der diesen Gedanken teilt. Hier liegt die Schwäche aller demokratischen Systeme. Es werden Hallenbäder gebaut, zusätzliche Sportplätze und wenn am Jahresende noch Geld da ist, lieber noch ein weiteres Denkmal, als den Eindruck zu erwecken, die Gemeinde habe keinen Geldbedarf und wolle ihren Bürgern nichts Gutes tun. Doch wer soll das alles zahlen?

Wenn dann noch, wie in Griechenland, kein ordentlicher Verwaltungs- und Steuerapparat vorhanden ist, braucht man sich über das Staatsdefizit nicht zu wundern.

Doch wo liegt der Ausweg? Ein Ausweg, den ich übrigens schon seit vielen Jahren fordere, besteht darin, alle auf Arbeit und Kapital erhobenen Steuern abzuschaffen. Wahrscheinlich denken Sie jetzt, wie soll das gehen oder der Autor ist verrückt geworden. Nein, bin ich nicht.

Über das statistische Bundesamt ist sehr genau nachvollziehbar, wie viel Geld welcher Bürger für was braucht und wie viel ihm zum Sparen oder für den Konsum bleibt. Dieses Geld soll dem Bürger auch zukünftig bleiben, nur Leistung soll sich wieder lohnen. Besser ist es, wenn wir die indirekten Steuern erhöhen. Der Porschefahrer, der bisher für sein 100.000 Euro teures Fahrzeug nur 19.000 Euro Mehrwertsteuer zahlt, könnte genauso gut 50.000 Euro Mehrwertsteuer zahlen, wenn er dafür keine Steuer auf seine Arbeit erhoben bekommt. Dann würde sich Leistung wieder lohnen. Auch die Schwarzarbeit wäre kein Thema mehr. Würden wir die Steuern, unter anderem, über die Mehrwertsteuer erheben, so müsste auch derjenige, der einer nicht sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgeht, diese zahlen. Über diesen Topf könnten auch die Sozialversicherungsbeiträge wie Kranken- und Rentenversicherung gezahlt werden. Dies wäre auch der richtige Weg für Griechenland. Hier wären sehr schnell Erfolge zu erzielen. Wer eine Jacht hat und diese betankt, würde über die Mineralölsteuer erheblich mehr zahlen als bisher. Wer jedoch glaubt, mit Lohnkürzungen und Entlassungen Griechenland zu retten, irrt. Was an Lohn gekürzt wird, muss woanders eingespart werden, also wird der Schwarzarbeitssektor gefördert. Wer gar keine Arbeit mehr hat, wird sich mit Schwarzarbeit über Wasser halten wollen, dies bringt jedoch keine Mittel in die Staatskasse, die dazu dienen können, die Schulden an die Gläubiger zurückzuzahlen.

Sicherlich nur ein kurzer Abstecher in eine Thematik, über die ich auch ein Buch schreiben könnte. Denken Sie aber einmal darüber nach. Unser Steuersystem funktioniert so, als würden Sie einem Handwerker, der für eine bestimmte Arbeit 20 Stunden braucht, folgenden Vorschlag machen: Die ersten zehn Stunden zahle ich Ihnen 30 EUR pro Stunde, die nächsten fünf Stunden noch 15 EUR und die letzten fünf Stunden nur noch 7,50 EUR. Spätestens nach 15 Stunden würde Ihr Handwerker nicht mehr erscheinen.

Arbeit muss sich lohnen und mit einem System, das stärker auf indirekte Steuern setzt, die niemand umgehen kann, wäre der Wirtschaftsaufschwung vorprogrammiert. Wer dann nämlich viel arbeitet, verdient viel, und das Wort Schwarzarbeit würde aus unserem Sprachgebrauch verschwinden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.

 

 

 

 

 

 

 

Hubert Weinlich

Finanzmatrix AG

www.finanzmatrix.de

 

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Harte Landung

Die deutsche Wirtschaft erlebt zum Jahreswechsel eine harte Landung. Eine Rezession lasse sich nur noch vermeiden, wenn die europäische Staatsschuldenkrise beherrschbar bleibt. Diese Warnung haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten formuliert. Die Konjunkturforscher erwarten für das neue Jahr nur noch ein mageres Wachstum von 0,8 Prozent. Gleichzeitig äußerten sie Kritik an der Politik sowie an der Europäischen Zentralbank. Die Regierungen hätten zu lange gezögert und kein nachhaltiges Konzept gegen die Schuldenkrise entwickelt.

Der große Wurf?

Die andauernde Staatsschuldenkrise und ihre Auswirkungen sorgen bei allen Börsianern zunehmend für Bauchschmerzen. Am Kapitalmarkt wird nun erwartet, dass Deutschland und Frankreich eine nachhaltige Lösung zur Bewältigung der Euro-Krise in den nächsten Wochen vorlegen werden und damit der „große Wurf“ gelingen könnte. Die EU-Kommission hält es dringend für nötig, ein umfassendes Krisenpaket zu schnüren, um das Vertrauen in die Politik und in ihre Rettungsinstrumente zurückzugewinnen. Daher wird von der EU gefordert, dass finanzschwache Banken notfalls zwangsweise rekapitalisiert werden.

Neuemissionen an der Börse Hannover

Das Land Niedersachsen hat eine neue Schatzanweisung (WKN: 159055) in Höhe von 1 Milliarde Euro begeben. Die siebenjährige Anleihe wird mit 2,50 Prozent verzinst und in der anlegerfreundlichen Stückelung von 1.000 Euro angeboten.

Die Automobil Finanz-Holding Procar gibt ihr Debüt mit einer Mittelstandsanleihe (WKN: A1K0U4). Sie wird mit 7,75 Prozent verzinst und am 14.10.2018 endfällig. Die VW Finance Services brachte erneut eine Währungsanleihe (WKN: A1GWCR) an die Börse. Der Norwegenkronen-Bond wird mit 4,00 Prozent verzinst und am 14.10.2015 endfällig. Die kleinste handelbare Einheit beträgt 10.000 NOK.

Evonik kauft Teil eines Bonds zurück

Das Segment der Unternehmensanleihen erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit. Viele gut informierte Privatanleger sind bereit, für höhere Zinsen ein deutlich höheres Risiko einzugehen. Für einen Umsatzanstieg sorgte die Ankündigung der Evonik Degussa AG aus Essen. Die Gesellschaft möchte Teile der Emission (WKN: 818050) vorzeitig zurückkaufen. Dadurch sollen vorzeitig Schulden abgebaut und die Finanzstruktur des Unternehmens verbessert werden. Die ehemals zehnjährige Evonik-Anleihe ist im Dezember 2013 fällig und wird mit 5,125 Prozent p.a. verzinst. Vom 12.10. bis zum 20.10.2011 bietet Evonik den Anlegern an, Angebote zum Rückkauf abzugeben und dabei zusätzlich eine Rückkaufprämie auf den Kurs zum Ende der Angebotsfrist zu erhalten. Der endgültige Rückkaufpreis wird voraussichtlich am 21.10.2011 bekannt gegeben. Zudem behalten sich die Essener vor, eine zweite Rückkaufphase für Privatanleger, die Anteile von weniger als 250.000 Euro halten, anzuschließen.

Umsatzspitzenreiter der Woche

1,25 % Bundesobligation S. 161 (WKN: 114161), fällig: 14.10.2016, Kurs: 99,48, Rendite: 1,36 Prozent, Umsatz: 15.000.000 Euro

2,625 % Deutsche Hypothekenbank Hannover Öffentlicher Pfandbrief S. 305 (WKN: DHY305), fällig: 09.04.2014, Kurs: 102,11, Rendite. 1,75 Prozent, Umsatz: 600.000 Euro

 

 

 

 

Annette Weirauch, Skontroführung Börse Hannover

Mehr Orientierung durch Rentenofferte
Unter www.boersenag.de können Anleger interessante, von den Maklern ausgewählte Anleihen abrufen.

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Hoher Umsatz im DWS Deutschland

„Deutscher Aktienindex erobert zumindest zeitweise die 6.000-Punkte-Marke wieder zurück.“ Diese Meldung bildet schon das Highlight in dieser Woche. Innerhalb von zwei Wochen hat der DAX 1.000 Punkte gewonnen, und die Mehrzahl der Anleger steht kopfschüttelnd am Rand und schaut nur zu. Ebenso wie es vor einigen Wochen in 300-Punkte-Schritten nach unten rauschte, stieg es nun wieder an. Da sind Nerven wie Drahtseile gefragt oder ein langer Anlagehorizont.

Wie ich schon mehrfach geschrieben habe: Die Kaufgelegenheiten bieten sich dann, wenn die Mehrheit verkauft!

Und da es für den Privatanleger schwierig ist, die Chancen zu finden, bieten sich hier Investmentfonds an. Rege gehandelt wurde an der Börse Hamburg der DWS Deutschland (WKN: 849096), ein Fonds, mit dem die Anleger in die – trotz aller Unkenrufe wachsende – deutsche Industrie investieren können. Nach und nach scheint sich bei den Investoren die Einsicht durchzusetzen, dass die Abschläge der vergangenen Wochen doch zu heftig waren. Die deutschen Firmen sind gut aufgestellt und haben überwiegend volle Auftragsbücher.

Trotz der anziehenden Aktienmärkte hält sich der Goldpreis weiter auf hohem Niveau, und auch immer mehr Privatanleger steigen ein, um über den Kauf von Goldminenwerten von weiteren Steigerungen zu profitieren. Viele Käufe waren im BGF World Gold Fonds (WKN: 974119) zu verzeichnen, einem der besten Fonds in der Vergangenheit in diesem Segment.

 
 
 



 

Oliver Wetekamp

Skontroführer für Investmentfonds an der Börse Hamburg

Zur mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG Homepage geht es hier

Hier gehts zum Handel mit Investmentfonds an der Börse Hamburg

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Veranstaltung: "Im Osten geht die Sonne auf"

den Sonnenaufgang am Abend präsentieren Ihnen zwei gestandene Spezialisten. Ralph Luther hat den näher gelegenen Osten vor Augen, Volker Kuhnwaldt schaut sogar bis nach Asien. Die beiden erfahrenen Fondsmanager werden mit ihren jeweiligen Anlagekonzepten erläutern, weshalb der ostwärts gerichtete Blick gerade vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in unserer Region besonders vorteilhaft sein kann.


Wir laden Sie herzlich ein, am

Donnerstag, den 03. November 2011 ab 17:30 Uhr

dabei zu sein.

Ort: Börse Hamburg, Kleine Johannisstraße 4, 20457 Hamburg

Programm:
17.45 Kay Homann - Begrüßung durch den Hausherren
18.00 Ralph Luther - Die Randmärkte Osteuropas - zurück zu neuer Stärke
18.30 Volker Kuhnwaldt - Welt im Wandel: Der unaufhaltsame Aufstieg Asiens
19.00 Diskussion und Fragen. Im Anschluss führen wir gern einen lebhaften Gedankenaustausch mit Ihnen.

20.00 Ende der Veranstaltung

Erfahren Sie mehr - diskutieren Sie mit uns auch gerne kontrovers.

Die Teilnahme ist kostenlos, setzt aber unbedingt eine vorherige Anmeldung voraus. Wir bitten um Ihre Zusage per mail bis zum 20. Oktober 2011 an thomas.reinhold@hauck-aufhaeuser.de

 

 

 

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