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Börse Aktuell 02.09.2011
Liebe Leserinnen und Leser,

irgendwie fühlt man sich in diesen Wochen an eine „Bauernregel“ erinnert: „kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist“. Jede Woche wird an den Märkten ein neues Thema gespielt. Mal ist es die Frage der Transferunion, mal die Sorge um Inflation um wenig später von der Sorge – wie aktuell – um die Deflation abgelöst zu werden. Und sogleich gibt es Experten, die genau wissen, wie sich die Märkte entwickeln könnten. Selbstverständlich immer im Konjunktiv und mit einer kurzen Halbwertzeit. Genaugenommen aber wissen wir alle nicht wohin die Reise geht. Wie heißt es in einem Werbespot dieser Tage: “Unglaublich wie schnell sich die Welt verändert, früher konnte man über das Geldanlegen noch alles nachlesen. Und heute? Tausende von Informationen. Doch welche sind entscheidend? Wissen Sie es? Ich weiß es nicht“. Doch ändert sich die Welt wirklich so schnell – von Woche zu Woche? Von Tag zu Tag? Oder werden wir als Anleger durch die vielen Möglichkeiten der Medienwelt nicht einfach nur verrückt gemacht; verlieren den Blick für das Wesentliche. In meinem kurzen Urlaub habe ich jedenfalls einmal wenig Zeitung gelesen - und ich kann Ihnen sagen, nach 9 Tagen „Medienenthaltung“ sind die Probleme die Gleichen wie vorher.

„Medienenthaltsamkeit“ ist auf Dauer sicher kein guter Ratgeber. Aber etwas mehr Gelassenheit in all der Nachrichtenflut täte der Geldanlage sicher nicht schlecht. Die Welt wird nicht untergehen – auch wenn man derzeit den Eindruck hat. Und vielleicht ist es eine gute Idee, gerade in diesen Zeiten intensiv darüber nachzudenken, wie man auf längere (!) Sicht von den Verwerfungen an den Märkten profitieren könnte. Da könnten auch Aktien eine Rolle spielen. Viele große Aktienwerte weisen durchaus schon interessante Bewertungskennzahlen auf. Es muss ja auch nicht gleich die Direktanlage sein; entsprechende Aktienfonds könnten eine gute Alternative sein. Sprechen Sie einmal mit Ihren Anlageberater darüber. Auch wenn Charttechniker derzeit weitere Kursrückgänge für wahrscheinlich halten, so kann es nicht schaden, sich jetzt mit einem Einstieg zu beschäftigen. Investmentfonds bieten gerade für den nicht täglich an seiner Anlage interessierten Anleger eine gute Investitionsmöglichkeit. 

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr Kay Homann

Börsen Hamburg und Hannover

Warum Börseneinschätzungen nichts wert sind

Directors‘ Dealings: Rechtlich legal, aber...…

Inflation? Hätte schlimmer kommen können!

Anleger halten sich zurück

Tag des offenen Denkmals - Börse Hamburg öffnet ihre Türen

16. Niedersächsisches Anlegerforum

Bonds und Currywurst

Warum Börseneinschätzungen nichts wert sind


Bevor ich diesen Artikel geschrieben habe, bin ich einmal auf die Suche gegangen, was unsere sogenannten Fachleute für das Jahr 2011 vorausgesagt hatten. Viele dieser Analysten sagten zu Jahresbeginn einen DAX von 8.000 Punkten, manche sogar von 10.000 Punkten voraus. Davon sind wir jetzt weit entfernt. Und was besonders überrascht, einige dieser Propheten sehen den DAX nun zumindest nicht unter die 5.000 Punkte-Grenze fallen. Was soll der Normalanleger mit solchen Aussagen anfangen. Ich sage es Ihnen: nichts. Die meisten dieser Analysten sind prozyklisch eingestellt. Dies bedeutet: Sind die Börsen am Steigen zeigen sich diese Analysten bullisch, sind die Börsen am Fallen, so präsentieren sich diese Analysten eher bärisch. Es gibt noch einen Grund, warum man auf diese Leute nicht hören sollte. Wenn sie so klug wären, wie sie sich in den Medien geben, hätten sie den „Stein der Weisen“ gefunden und es damit nicht mehr nötig, irgendwelche Kommentare zu schreiben. Ein weiterer Grund liegt darin, dass diese Analysten wahrscheinlich glauben, hellseherische Fähigkeiten zu haben. Die Börse reagiert auf politische Unruhen und Ereignisse, die wir heute noch gar nicht vorhersehen können. Was wäre gewesen, wenn durch die Atomkatastrophe Japan unbewohnbar geworden wäre? Dann hätte es einen Nikkei in seiner derzeitigen Form sicherlich nicht mehr gegeben, und die Börsen wären ins Bodenlose gefallen. Natürlich könnte ich hier noch sehr viel mehr Beispiele nennen, aber ich denke, meine Grundaussage ist nun etwas nachvollziehbarer geworden. Keiner kann in die Zukunft sehen und dementsprechend sind Einschätzungen mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Doch wie sollten Sie sich dann verhalten? Ganz einfach, werden Sie nicht zu gierig, sichern Sie Ihre Gewinne immer mit einem Teil des Geldes ab und werden Sie nicht nervös, wenn die Börsen einmal Rückschläge erleiden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein geruhsames Wochenende.
 

 

Hubert Weinlich

Finanzmatrix AG

www.finanzmatrix.de

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Directors‘ Dealings: Rechtlich legal, aber……


Als Anfang der neunziger Jahre ein Optionsscheinhändler einer großen deutschen Bank unmittelbar vor seiner Empfehlung via TV eigene Geschäfte in den besprochenen Papieren getätigt hatte, sogenanntes Scalping, rückte die Brisanz eines derartigen Verhaltens erstmals in das breite Bewusstsein. Banken änderten u. a. auch daraufhin ihre internen Richtlinien und verschärften die Regelungen für Mitarbeitergeschäfte. Compliancestellen wurden eingerichtet, Analysten durften von nun an keine Aktiengeschäfte mehr in den von ihnen analysierten Unternehmenswerten tätigen.

Dagegen sind Aktienkäufe und -verkäufe von Führungskräften börsennotierter Unternehmen, genannt Directors‘ Dealings nach wie vor erlaubt und heute fast alltäglich. Viele der Topmanager werden u. a. auch mit Optionen entlohnt, die sie über die Börse „vergolden“ können. Rechtlich ist das völlig legal, die Geschäfte müssen lediglich der Finanzaufsicht gemeldet werden und sind für jedermann auf der Website der BaFin einsehbar.

Aufgrund der prädestinierten Stellung dieser Manager – sie sind stets Insider – kann man sich durchaus fragen, ob solche Transaktionen ethisch und moralisch einwandfrei sind. Dass Manager am Erfolg eines Unternehmens beteiligt werden sollen, ist nachvollziehbar. Eine andere Frage ist, ob diese erfolgsabhängige Renumeration in Form von Aktien bzw. Optionen erfolgen sollte, die an öffentlichen Märkten gehandelt werden. Hier besteht zwangsläufig ein Informationsungleichgewicht zwischen dem Manager und allen übrigen Marktteilnehmern – selbst wenn das Unternehmen regelmäßig die gesetzliche Verpflichtung zur Mitteilung von Insiderinformationen erfüllt. Auch wenn aktuell keine Insidertatsachen vorliegen (und sie auch nicht der Anlass für die Transaktionen eines Managers sind), so kann jeder Directors‘ Deal, gewollt oder nicht, eine Signalwirkung entfachen. Gerade in einer Börsenphase, wie wir sie seit einigen Wochen durchleben, finden solche Geschäfte besondere Aufmerksamkeit. Für viele Börsianer werden die Transaktionen von Unternehmensinsidern als wichtiges Indiz dafür gewertet, wie die Lage in dem Unternehmen tatsächlich ist.

So sorgt der Verkauf des Unternehmenschefs von Lanxess derzeit für besonders viel Gesprächsstoff. Warum verkauft ein Topmanager, der im vergangenen Jahr fast 2,4 Mio. Euro verdient hat, den Großteil seines Aktienbestandes am „eigenen“ Unternehmen, nachdem der Aktienkurs innerhalb kurzer Zeit über 20 Prozent verloren hat? Vertraut er etwa seinen kurz zuvor getätigten optimistischen Aussagen nicht mehr? Die Begründung dieser Transaktion mit einer privaten Investition soll nicht bezweifelt werden, doch kann das die – sicherlich unerwünschte – Assoziation einer negativen Unternehmenszukunft verhindern? In diesen Zeiten wohl kaum. Augenmaß und Sensibilität sind gefragt – gerade von Unternehmenslenkern börsennotierter Gesellschaften.

Die nächsten Wochen werden uns weiterhin sehr volatile Märkte bescheren. Obwohl die Fundamentaldaten vieler Unternehmen dafür keinen zwingenden Anlass bieten, regiert weithin Nervosität. Manager mit Format sind sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst und vermeiden alles, was in einer solchen Marktlage zum Anlass für Fehlinterpretationen genommen werden könnte. Börsianer wie Mitarbeiter der betroffenen Unternehmen werden es ihnen danken.

 

 

Carsten Gerlinger

CEFA Senior-Portfoliomanager
Quint:Essence Capital S.A.,
Munsbach/ Luxemburg

www.q-capital.lu

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Inflation? Hätte schlimmer kommen können!


Die ereignisreiche Woche begann mit der Veröffentlichung der Inflationsrate im August 2011 durch das statistische Bundesamt. Die Steigerung zum Vorjahresmonat betrug 2,3 Prozent. Hätte schlimmer kommen können.

Italien? Noch einmal gut gegangen!


Italien und Spanien – beide nervös beobachtet von Investoren weltweit – zapften den Kapitalmarkt an. Am Dienstag konnte Italien insgesamt 8 Mrd. Euro platzieren, davon zehnjährige Anleihen zu 5,10 Prozent Rendite (nach 5,77 Prozent bei der Juli-Auktion). Hier war das Kaufprogramm der EZB ausgesprochen hilfreich (zinssenkend).

Der positive Eindruck wurde allerdings getrübt durch eine Verwässerung des italienischen Sparpakets (keine „Reichensteuer“ ab 90.000 Euro Einkommen und kein Wegfall von Studien- und Wehrdienstzeiten bei der Rentenberechnung).

Spanien? Weniger Nachfrage als erhofft!


Auch Spaniens Anleihen waren am Donnerstag alles andere als ein „Renner“. Fünfjährige Titel wurden zu einem durchschnittlichen Zins von knapp 4,5 Prozent platziert. Auch hier zeigte die EZB-Kaufaktion Wirkung. Allerdings dürften beide Länder auf weitere EZB-Hilfe angewiesen sein.

Hannover? Oft unterschätzt!


An der Börse Hannover wurde die 2009 begebene Anleihe der Stadt Hannover WKN: 137283 um 75 auf nun 180 Millionen Euro aufgestockt. Die Verzinsung liegt bei 3,645 Prozent; die Anleihe läuft bis zum 2. Dezember 2019. Bei Kursen von knapp 105 errechnet sich eine Rendite von 3 Prozent. Im Vergleich dazu bringt eine ähnliche Bundesanleihe lediglich 1,95 Prozent Rendite. Anleihen deutscher Städte sind echte Raritäten. Dieses Beispiel wird Schule machen, und andere Städte werden dem niedersächsischen Beispiel folgen. Sie können diese Anleihe an der Börse Hannover börsentäglich von 8.00 Uhr bis 17.30 Uhr handeln. Die kleinste handelbare Einheit ist 1.000 Euro. Fazit: Gold und deutsche Bundesanleihen bleiben im Fokus.

Umsatzspitzenreiter der Woche


2,25 % Bundesanleihe WKN: 113545, fällig: 04.09.2021, Kurs: 100,55, Rendite: 2,19 Prozent, Umsatz: 5.000.000 Euro

7,50 % HeidelbergCement WKN: A1A6T6, fällig: 31.10.2014, Kurs: 104,30, Rendite: 6,07 Prozent, Umsatz: 250.000 Euro
 
 
 

 

Matthias Franck

Skontroführung Börse Hannover

Mehr Orientierung durch Rentenofferte
Unter www.boersenag.de können Anleger interessante, von den Maklern ausgewählte Anleihen abrufen.

Aktuelle Kurse finden Sie unter www.boersenag.de.

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Anleger halten sich zurück


Die letzte Augustwoche war geprägt von der Zurückhaltung der Anleger. Nach dem turbulenten Monat mit dramatischen Verlusten auch bei den Investmentfonds kehrt hier nun etwas Ruhe ein. Die Anleger, die auf dem Niveau noch verkaufen wollen, haben das getan, und es gibt noch nicht genug tapfere Investoren, die die niedrigen Kurse zum Einstieg nutzen wollen. Zu groß scheint hier noch die Angst zu sein, dass wir doch noch einmal niedrigere Kurse sehen. Irgendwann wird der Moment kommen, dass man den tiefen Kursen hinterherjammert: „Hätte ich doch damals…“

Größere Umsätze wurden in Goldminenfonds verzeichnet, hier nutzen die Anleger das reduzierte Kursniveau. In Folge des Kursrutsches beim Gold, das innerhalb von 48 Stunden in der Spitze zehn Prozent verloren hatte, kauften auf dieser Basis einige Anleger solche Fonds. Der Preis für eine Feinunze hat sich nun wieder erholt, und diese mutigen Käufer haben in ihren Depots schon eine positive Wertentwicklung für ihre Neuinvestments zu verzeichnen.

Nun müssen wir uns überlegen was wir uns eher wünschen sollen: höhere Notierungen beim Gold oder doch wieder steigende Aktienmärkte. Beides geht nicht, denn sobald die Angst weicht, wird sich der Goldpreis wieder beruhigen.
 
 
mwb fairtrade

Oliver Wetekamp

Skontroführer für Investmentfonds an der Börse Hamburg

Zur mwb fairtrade Homepage geht es hier

Hier gehts zum Handel mit Investmentfonds an der Börse Hamburg

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Tag des offenen Denkmals - Börse Hamburg öffnet ihre Türen

 
Am Sonntag, den 11.9.2011, findet in Hamburg der "Tag des offenen Denkmals" statt. An diesem Tag öffnet erstmalig auch die Börse Hamburg die Türen ihres Kontorhauses aus dem Jahr 1899 für alle interessierten Besucher.
 
Denkmal- wie börseninteressierte Gäste sind herzlich eingeladen, an den kostenlosen Architektur- und Börsenführungen teilzunehmen.
 
Öffnungszeit: 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Kleine Johannisstr. 4 (am Rathausmarkt), 20457 Hamburg

 
Historische Börsenfilme: 11:00  Uhr bis 16:00 Uhr

Architekturführungen: 12:00 Uhr und 14:00 Uhr

Börsenführungen: 13:00 Uhr und 15:00 Uhr

Wir freuen uns, Sie an diesem Tag in der Börse Hamburg begrüßen zu dürfen.

 

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16. Niedersächsisches Anlegerforum

Herzlich laden Sie die Börsen Hamburg und Hannover zum Aktienforum für Anleger ein.

Donnerstag, 08. September 2011
Beginn: 18.30 Uhr Börsensaal der Börse Hannover
An der Börse 2, 30159 Hannover


Es präsentieren sich die Fraport AG, die HAWESKO HOLDING AG sowie Rolf Mölk vom Hanseatischen Anleger-Club mit einem Kurzvortrag zum Thema „Anlegen in stürmischen Zeiten – Was ist zu tun?“.


Weitere Details entnehmen Sie bitte der Einladung.


Die Teilnahme ist kostenfrei, erforderlich ist lediglich Ihre verbindliche Anmeldung bis zum 05. September 2011. Diese richten Sie bitte an:

Börse Hannover
Telefon 0511-32 76 61
Fax 0511-32 49 15
E-Mail anlegerforum@boersenag.de

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

 

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Bonds und Currywurst

 
Risiken und Potentiale der Rentenmärkte waren lange nicht mehr ein so aktueller und brisanter Gesprächsstoff wie in den vergangenen Monaten.  nordIX AG – ein junger, eigentümergeführter Asset Manager mit einem Schwerpunkt auf Fixed Income Anlagen – wird die damit verbundenen Themen mit Ihnen gemeinsam in lockerer Atmosphäre vertiefen und abgeleitete Investmentansätze erläutern.
 
Hierzu laden wir herzlich ein.

Am 22. September 2011,
Beginn um 18.00 (Einlass ab 17:30 Uhr)
Börse Hamburg, Kleine Johanisstrasse 4, 20457 Hamurg

 
Was erwartet Sie?

Dirk Gojny (CFA, CAIA, CEFA), Head of Research der HSH Nordbank AG wird einen Blick auf die Verschuldungssituation der entwickelten Volkswirtschaften werfen und sich mit uns auf die Suche nach dem neuen  „Geschäftsmodell“ für Erste Welt Staaten machen. Im Anschluss stellt Moritz Schildt, Vorstand der nordIX AG, Überlegungen zu ausgewählten Anleihenemittenten in Europa vor.

Wenn Sie danach noch Zeit finden, laden wir gerne zu einer würzigen Currywurst, einem kühlen Drink und einem lebhaften Gedankenaustausch ein.

Die Teilnahme an der Veranstaltung in der Börse Hamburg ist kostenlos, setzt aber unbedingt eine vorherige Anmeldung voraus. Sie können sich bei der Börse Hamburg telefonisch unter 040 - 361 302 - 0 oder per mail über info@boersenag.de anmelden.

 

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